KICKBOXER
KICKBOX-REPORT

Fotos des Tages • Report
Deutsche Mannschaftsmeisterschaft 2001 in Gelsenkirchen
(Text: Ivano Fargnoli, Norbert Burkowski)

Schließlich wurde Hessen das Zünglein an der Waage, und meldete das 3. LK Team.
Auch im SK schien Deutschland nur aus den drei Bundesländern Hessen, Bayern und NRW zu bestehen. Das bayerische SK-Team wurde sogar mit LK und VK-Kämpfern "angereichert", um ein Turnier im SK zu gewährleisten.

Einige Bundesländer entschuldigten sich damit, das sie nicht genügend Kämpfer für eine Mannschaft zusammen bekommen würden. An dieser Stelle sei angemerkt, das es sicherlich genügend Kämpfer gibt, die gerne an solch einer Veranstaltung teilnehmen möchten, aber vielleicht - noch - nicht die nötige Leistung besitzen. Aber ist es nicht besser, unerfahrenen Kämpfern die Möglichkeit zu geben, Erfahrung zu sammeln, als den Kopf in den Sand zu stecken? Hier sind die Landestrainer gefragt und gefordert! Schaut euch um und gebt den Kämpfern eine Chance, die den Nachwuchs in den kommenden Jahren bilden. Erfahrung sammeln bedeutet auch, mal verlieren zu können.

SK: NRW - Bayern
Zwar mit viel gutem Willen - aber ohne wirkliche Aussicht auf einen Team-Erfolg gingen die NRW-Männer / Frauen-Teams auf die Wettkampffläche. In vielen Kämpfen hatte man den Eindruck, dass Anfänger gegen Routiniers antraten. Deshalb verdient der Sieg für beide Bayern-Mannschaften.

SK: Hessen - Bayern
In diesem Ländervergleich wurde deutlich, woran es dem Team aus NRW noch in gehörigem Umfang fehlt: Spritzigkeit, Variantenreichtum, Treffsicherheit und der Wille, einen Punkt mit passender Technik zu setzen. Aufregende Kämpfe, bei dem zum ersten Mal auch positive Publikumsreaktionen zu bemerken waren. Der Team - Fight endete zugunsten der Hessen, die verdient Deutsche SK-Mannschaftsmeister 2001 wurden.

LK: Bayern - NRW
So gut die bayerischen Damen im SK waren, so bedarf es im LK doch noch einiger grundlegender trainerischer Arbeit. Unabhängig vom Siegeswillen waren die NRW-Damen in fast allen Belangen überlegen und fuhren einen souveränen Titel nach Hausel.

Ganz anders im Herrenvergleichskampf!

Eduard Strekert lieferte drei souveräne Runden und siegte verdient gegen Kai Becher. Sein Bruder Dietrich Strekert hatte dagegen erhebliche Probleme und ließ seinem Gegner Christian Bauer häufig die Freiheit des Kicks. Ein verdienter Sieg für Bayern.
Turan Yavuz lieferte sich ein kräftezehrendes Duell mit Andreas Arlich, das Yavuz am Ende für sich entscheiden konnte.
Giovanni Nurchi, gerade aus dem Urlaub zurück, konnte dem routinierten Frank Brehm in keiner Phase des kurzen Kampfes Paroli bieten. Auch seine enormen Reichweitenvorteile konnte er nicht zu eigenen Gunsten nutzen und wurde aufgrund von drei Leberhaken dreimal angezählt und gab den Kampf somit durch RSC vorzeitig in der zweiten Runde an Bayern ab.
Beim Stand von 2:2 trat in der höchsten Gewichtsklasse Dirk Kindl (eigentlich ein Hesse, der aber mangels Mannschaft in Abstimmung mit den Landestrainern für NRW kämpfte) gegen Jan Steuerl an. Der an diesem Tag häufig unorthodoxe Kampfstil des Bayern führte dazu, dass Kindl trotz körperlicher Vorteile den Kampf nie mit Überlegenheit gestalten konnte. Dennoch am Ende ein "klarer" 3:0-Punktrichter-Sieg für NRW, der den Gesamtsieg sicherte.

Fazit: Wenige Teams - dennoch hochklassiges Kickboxen.




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